Family Click

Familienbildung Digital

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Es gibt wohl kein Ereignis seit der Erfindung des Internets, das einen solchen Digitalisierungsschub hervorgebracht hat wie die Corona-Pandemie. Diesen Schub spürte auch die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg (LEF) und startete im Frühjahr 2020 das digitale Familienbildungsformat „Family Click“. Den Wunsch die Familienbildung digitaler zu machen, hatte Katina Tietke, pädagogische Referentin bei der LEF, schon seit Beginn ihrer Tätigkeit in 2016. Immer wieder ging sie in den vergangenen Jahren auf die verschiedenen Einrichtungen zu und stieß auf Zustimmung aber auch auf Bedenken.

Doch schließlich überwog die Zustimmung und im Sommer 2019 wurde die Idee in Zusammenarbeit mit einem fachkompetenten Team aus sechs Familienbildungsstätten zum digitalen Format „Family Click“ weiterentwickelt. Die Zielsetzung: Eltern und Großeltern in allen Lebenslagen zu unterstützen und zu entlasten.

Ein digitales Format in Corona-Zeiten
Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn im März 2020 kam Corona und der erste Lockdown. Innerhalb von wenigen Wochen war das Format startklar. Es sollte ein offenes Angebot sein, ohne Anmeldung und kostenlos, wenn gewünscht auch anonym. Eine Plattform wurde gefunden, das Angebot beworben und im April fand das erste online Seminar im Rahmen von „Family Click“ mit dem Thema „Familienalltag in Coronazeiten“ statt. Immerhin 20 Teilnehmende waren dabei, auch wenn das für Katina Tietke heute eine eher kleine Zahl ist. „In Hochzeiten nehmen über 100 Personen teil“, erklärt sie. Besonders erfolgreich war dabei das Thema „Eltern sein – Paar bleiben“, das gleich zweimal mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten wurde.

Die einstündigen Seminare starten in der Regel mit einer kleinen Einführung der Moderation, gefolgt von einem zwanzigminütigen Input eines*r Referent*in. Im Anschluss stehen nochmal zwanzig Minuten für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Abgeschlossen werden die Seminare mit einer Feedback-Abfrage, die meist sehr positiv ausfällt und zeigt, dass das Format wirkt. „Das beste Feedback ist natürlich, dass viele Teilnehmenden wiederkommen“, meint Katina Tietke.

Von der Babyphase bis die Kinder flügge werden
Die Themen der Seminare sollen den ganzen Lebenslauf einer Familie abdecken. Angefangen bei der Babyphase, über die Kind- und Schulzeit, bis zur Pubertät und dem Zeitpunkt, wenn die Kinder flügge werden. Das Team von „Family Click“ achtet dabei darauf, dass die Themen keine Klassiker der Familienbildung sind. „Wir wollen ja nicht in Konkurrenz mit den anderen Angeboten aus der Familienbildung treten“, sagt Katina Tietke. Aus diesem Grund gibt es bspw. keine Angebote zu Beikost oder Babyschlaf, dafür aber zu Babygebärden und Resilienz.

„Family Click“ geht weiter
Auch nach der Hochphase der Pandemie läuft „Family Click“ erfolgreich weiter. Die stets gut besuchten Seminartermine werden für 2023 von sechs auf vier pro Jahr reduziert. Was dieses innovative Format jedoch begleitet, sind die finanziellen Sorgen. Derzeit wird das Projekt von größeren Unternehmensspenden finanziert, was die Zukunft bringt, ist jedoch ungewiss.
Katina Tietke und ihr engagiertes Team sind jedoch überzeugt, dass das Projekt weitergehen wird. Der Bedarf ist da und das Format überzeugt – auch in pandemiefreien Zeiten.

Infobox

Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg (LEF)
Büchsenstraße 37/1
70174 Stuttgart

Ansprechpartnerin für „Family Click“:
Katina Tietke, pädagogische Referentin ()

Arbeitsgruppe von „Family Click“:
Haus der Familie Heidenheim, Haus der Familie Stuttgart, Haus der Familie Göppingen, Haus der Familie Reutlingen, Haus der Familie Sindelfingen, Familienbildungsstätte Ulm und Familienbildungsstätte Kirchheim
Das Projekt wird derzeit gefördert durch Spenden der Porsche AG und der Toto-Lotto GmbH.

Telefon:
0711 / 22 93 63-467

Homepage:
https://www.lef-wue.de/lef-projekte/familyclick

Autorin:
Maria Tramountani (sie/ihr)
Interkulturalität und Integration (M.A.)
Autorin | Systemische Beraterin | Trainerin

Portraitbild_Maria_Tramountani

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