Alleinerziehend, migrantisch, geflüchtet – wie gelingt Teilhabe?

Fast jede dritte Einelternfamilie in Deutschland hat eine Flucht- oder Migrationsgeschichte. Dennoch finden ihre Lebensrealitäten und spezifischen Bedarfe in Forschung, Politik und Praxis bislang nur wenig Beachtung.
Mit unserem Fachgespräch „Alleinerziehend, migrantisch, geflüchtet – wie gelingt Teilhabe?“ möchten wir diese Perspektiven in den Mittelpunkt rücken. Auf Grundlage aktueller Forschungsergebnisse diskutieren wir gemeinsam, welche Barrieren bestehen, welche Unterstützungsangebote erforderlich sind und wie gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig verbessert werden kann.
Wir laden euch herzlich ein, mitzudiskutieren, neue Impulse für eure Praxis mitzunehmen und gemeinsam Handlungsperspektiven zu entwickeln. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!
Programm
13.30 Uhr Begrüßung, Einführung Netzwerk Alleinerziehenden-Arbeit Baden-Württemberg
13.45 Uhr 1. Fachimpuls mit Rückfragen, Dr. des. Sahra Kamali, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschule Düsseldorf
14.35 Uhr 2. Fachimpuls mit Rückfragen, Prof.in. Dr. Susanne Spindler, Professorin für Soziale Arbeit und Migration, Hochschule Düsseldorf
15.30 Uhr Reflexions-Räume für einen moderierten fachlichen Austausch
16.10 Uhr Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen
16.30 Uhr Ende der Veranstaltung
Weitere Informationen
Laut dem Mikrozensus 2024 leben in Deutschland 1,8 Millionen Alleinerziehende, davon haben 28% der Einelternfamilien eine Flucht- oder Migrationsgeschichte. Über deren Lebenslagen und Alltagsprobleme ist jedoch nur wenig bekannt, spezifische Bedarfe und Probleme werden oft „übersehen“.
Die Stiftung „Alltagsheld:innen“ hat zusammen mit der Hochschule Düsseldorf 2023 die Studie „Migrantische und geflüchtete Alleinerziehende: Themen, Bedarfe, Barrieren und Angebote für gesellschaftliche Teilhabe“ in NRW initiiert. In dem Forschungsprojekt wurde die Lebenssituation dieser Gruppe untersucht und ihre Bedarfe sowie die Hindernisse, denen sie im Alltag begegnen, erhoben. Auch die Hürden bzw. Passung beratender und unterstützender Angebote wurden in den Blick genommen. In unserem diesjährigen Fachgespräch werden Einblicke in zentrale Forschungsergebnisse gegeben und Räume für den Austausch darüber eröffnet. Wie können Lebensrealitäten migrantischer und geflüchteter Alleinerziehender mitgedacht werden? Wie kann die Praxis sowie Verwaltung nachhaltige Teilhabe verbessern und ermöglichen? Das Fachgespräch bietet Raum für kritische Reflexion und die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen.
